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Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge – der Gesetzgeber schafft Anreize zum Technologiedurchbruch!

Derzeit fahren rund 55.000 Elektroautos auf Deutschlands Straßen, darunter 33.000 Hybrid-Fahrzeuge und 19.000 Elektro-Fahrzeuge.

Vom Ziel, bis 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, sei man noch weit entfernt, so Wirtschaftsminister Gabriel.

Rückenwind aus Brüssel – Kaufprämie als Umweltbonus:

Die Europäische Kommission hat am 16.06.2016 bestätigt, dass eine hoheitliche Kaufprämie für Elektrofahrzeuge („Umweltbonus“) beihilferechtlich unbedenklich ist und ohne Einschränkung umgesetzt werden kann (Quelle: BMWi und BAFA online).

Die Förderrichtlinie kann jetzt dem Haushalts- und Wirtschaftsausschuss des Bundestages vorgelegt werden und danach Inkrafttreten.

Inhaltlich geht es um eine Kaufprämie in Höhe von 4.000,00 EUR für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und von 3.000,00 EUR für Plug-In Hybride.

Die Förderrichtlinie gilt rückwirkend ab dem 18.05.2016, ist auf 600 Mio. EUR Bundesmittel begrenzt und gilt maximal bis 2019. Das zu fördernde Elektroauto muss einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von unter 60.000,00 EUR aufweisen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Privatpersonen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

Die Anträge können mit Veröffentlichung der Förderrichtlinie im Bundesanzeiger beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Rückenwind aus Berlin –

steuerliche Anreize im Bereich der Besteuerung der Nutzungsentnahmen und Kraftfahrzeugsteuer:

Um Kostennachteile der Elektrotechnologie auszugleichen, hat der Gesetzgeber mit dem AmtshilfeRLUmsG vom 26. Juni 2013 steuerliche Sonderregelungen für betriebliche (Hybrid-) Elektrofahrzeuge eingeführt.

Die Kosten für das Batteriesystem können pauschal aus der steuerlichen Bemessungsgrundlage für die Berechnung der privaten Nutzung nach der 1%-Methode eliminiert werden können.

Die Höhe des Abschlags richtet sich nach dem Energieinhalt der Batterie (Batteriekapazität) in kWh (Feld 22 der Zulassungsbescheinigung) und dem Jahr der Erstzulassung des Fahrzeugs.

2013 um 500 € je kWh-Speicherkapazität max. 10.000 €
2014 um 450 € je kWh-Speicherkapazität max. 9.500 €
2015 um 400 € je kWh-Speicherkapazität max. 9.000 €
2016 um 350 € je kWh-Speicherkapazität max. 8.500 €
2017 um 300 € je kWh-Speicherkapazität max. 8.000 €

Beispiel zur Gesetzesänderung

Der Bruttolistenpreis eines Elektrofahrzeugs beträgt 45.250 €, bei einer Speicherkapazität der Batterie von 24 kWh. Der steuerlich maßgebende Bruttolistenpreis errechnet sich im Anschaffungsjahr 2016 wie folgt:

Bruttolistenpreis einschließlich Batteriesystem 45.250 €
abzgl. 24 kWh à 350 € – 8.400 €
Bruttolistenpreis für steuerliche Zwecke = 36.850 €
abgerundet auf volle 100 € = 36.800 €

In den Folgejahren verringert sich der Minderungsbetrag um je 50 € pro kWh-Speicherkapazität und 500 € pro Jahr bis zum Jahr 2022 50 € je kWh-Speicherkapazität max. 5.500 €.

Eine Minderung der Bemessungsgrundlage ist nur dann vorzunehmen, wenn der Listenpreis die Kosten des Batteriesystems beinhaltet. Wird das Batteriesystem nicht zusammen mit dem Kfz angeschafft, sondern ist für dessen Überlassung ein zusätzliches Entgelt zu entrichten, kommt eine Minderung der Bemessungsgrundlage nicht in Betracht. Diese Entgelte sind allerdings grundsätzlich als Betriebsausgaben abziehbar.

Ergänzend zur Minderung der Bemessungsgrundlage bei der 1%-Regelung sollen zukünftig Leistungen des Arbeitgebers an die Arbeitnehmer von der Steuer befreit werden, die dem Betrieb von Elektrofahrzeugen dienen. Konkret sollen sowohl die Gestellung von Strom als auch Komponenten für die Ladestation.

Nach der derzeitigen Regelung in § 3d Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KraftStG wird für Neuzulassungen ab dem 1. 1. 2016 (bis zum 31. 12. 2020) eine fünfjährige Befreiung von der KraftSt gewährt, wenn diese ausschließlich mit Elektromotoren oder emissionsfrei (z. B. durch Wasserstoffbrennzellen) betrieben werden. Diese Steuerbefreiung soll nun auf zehn Jahre ausgeweitet werden, indem § 3d Abs. 1 Satz 2 KraftStG neu formuliert wird. Elektrofahrzeuge mit Zulassung vom 18. 5. 2011 bis 31. 12. 2020 sollen fortan eine Steuerbefreiung von der KraftSt von zehn Jahren erhalten.

Durch die Einfügung eines neuen § 3d Abs. 4 KraftStG-E werden fortan auch Elektrofahrzeuge i. S. des § 9 Abs. 2 KraftStG von der Steuer befreit, die erst durch eine Umrüstung der Antriebstechnik emissionsfrei betrieben werden können. Die bisherige Regelung galt nur für erstmals zugelassene Elektrofahrzeuge. Die Neuregelung soll für Umrüstungen, die ab dem 18. 5. 2016 erfolgt sind, gelten, wobei die konkrete Steuerbefreiung an dem Tag beginnt, an dem die Zulassungsbehörde die Voraussetzungen festgestellt hat.

Diese Auflistung der steuerlichen Förderungen ist nicht abschließend. Bitte beachten Sie, dass dieses Informationen eine individuelle Beratung nicht ersetzen kann!  Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sprechen Sie uns an und profitieren Sie durch staatliche Zuschüsse!

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